IT-Lexikon: Fachbegriffe – H
Auf zu einer neuen Runde in unserer Rubrik: IT-Lexikon. Mit dabei: viele interessante Informationen, einfache Erklärungen und ein bisschen Geek-Stuff zum Tech-Prahlen 😉. Dieses Mal mit dem Buchstaben „H“, wie …
#1: Hub
Was ist ein Hub? Unter einem Hub versteht man ein Gerät, das mehrere Computer oder andere Netzwerkgeräte (z.B. Drucker) miteinander verbindet – quasi eine Mehrfachsteckdose fürs Internet statt für Strom. Hubs sind allerdings eher „Retro-Tech“ und waren in den 90ern und 2000ern sehr beliebt. Da sie nicht „intelligent“ sind (wenn ein Computer Daten über einen Hub versendet, verteilt dieser sie an alle angeschlossenen Geräte – unabhängig davon, wer sie eigentlich erhalten soll), werden sie heute nur noch in kleinen (Heim-)Netzwerken eingesetzt. Sie wurden fast vollständig von Switches ersetzt, die gezielter und effizienter arbeiten.
#2: Hypervisor
Was ist ein Hypervisor? Darunter versteht man eine bestimmte Software, die es ermöglicht, mehrere virtuelle Computer auf einem einzigen physischen Computer zu betreiben. So können z.B. auf einem leistungsstarken Server mehrere VMs laufen, die alle eigene Betriebssysteme haben – als wären es getrennte Rechner. Dabei kümmert sich der Hypervisor auch darum, dass gewisse „Regeln“ eingehalten und alle Ressourcen bedarfsgerecht verteilt werden.
Der Vorteil von VMs: Virtuelle Server sparen Platz, Strom und Geld – und es können z. B. Windows und Linux gleichzeitig auf einem Rechner laufen. Zudem gibt es zwei verschiedene Arten von Hypervisoren:
- den „Bare Metal“-Typ, der direkt auf der Hardware ohne Betriebssystem dazwischen läuft (z.B. VMware ESXi oder Microsoft Hyper-V), und
- den Hosted-Typ, der innerhalb eines normalen Betriebssystems läuft (z.B. VirtualBox, VMware Workstation).
Mehr Informationen zu VMs & Virtualisierung gibt es auch in unserem Blogbeitrag: „Leistungsstarke Rackserver als VMs bringen viele Vorteile“.
#3: Heat Sink
Was ist ein Heat Sink? Unter dem Heat Sink – bzw. auf Deutsch: Kühlkörper – versteht man ein Bauteil, das dafür sorgt, dass die Wärme von elektronischen Komponenten abgeleitet wird, damit diese nicht überhitzen. Viele kennen sicher Prozessor-Kühler aus Metall, die viele Lamellen oder Rippen haben, um die Wärme möglichst effizient an die Umgebungsluft abzugeben. Neben diesen werden Heat Sinks auch bei Grafikkarten (GPU), Mainboard-Spannungswandlern oder über Chips auf bestimmten Adaptern eingesetzt.
Was noch alles in einem Server drinsteckt, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Serverkomponenten im Überblick“.
#4: HTML
Was ist HTML? HTML steht für HyperText Markup Language – also eine besondere Sprache für Webseiten. Durch bestimmte Kürzel und Kombinationen wird dem Browser gesagt, was auf einer Seite angezeigt werden soll und wie diese strukturiert ist (z. B. einfacher Text, Fettschrift, Farben, Bilder, Links, Überschriften etc.).
Dabei arbeitet HTML eng mit CSS (Design) und JavaScript (Interaktivität) zusammen. Die „HTML-Sprache“ besteht aus sogenannten Tags, die Inhalte einrahmen, wie z. B.
<h1>Willkommen im Serverando-Blog </h1>
Da jeder Browser HTML versteht, ist diese Art des Strukturierens die Basis für jede Website – egal ob Blog, Shop oder Streaming-Plattform.
#5: Home Computer
#5: Home Computer Wir tauchen wieder ein in den Bereich Retro-Tech: Denn ein Home Computer war ein erschwinglicher, einfach zu bedienender Computer, der ab den späten 1970er- bis in die frühen 1990er-Jahre für den privaten Gebrauch erhältlich war. Nicht wenige Haushalte konnten sich damals einen PC leisten – umso gehypter wurden die Rechner, mit denen nun Textverarbeitung, einfache Büroarbeiten sowie Spiele ausgeführt werden konnten. Bekannte Modelle sind z. B. der Commodore 64 (1982), der Amiga 500 (1987) oder der Apple II (1977).
#6: Hashfunktion
Was ist die Hashfunktion? Der Begriff umschreibt einen mathematischen Algorithmus, der aus einer beliebig langen Eingabe (z. B. Text, Passwort, Datei) einen kompakten, festen Ausgabewert erzeugt. Diesen Wert nennt man Hashwert. Es ist eine Art Verschlüsselung: Gibt man z. B. „Hallo Serverando“ ein, könnte ein Hashwert wie „4s276ab86k“ herauskommen – entfernt man nur ein Leerzeichen oder einen Buchstaben, wird ein komplett anderer Wert produziert. Die Länge des Hashwertes bleibt aber immer gleich. So kann man zwar den Hashwert als Code verwenden, aber die eingegebenen Informationen nicht aus dem Hashwert „rückwandeln“. Diese Funktion wird beispielsweise bei der Passwortspeicherung verwendet (Hashwert statt echtem Passwort sichern), bei der Datenintegrität (Prüfung, ob eine Datei – wie ein Download – verändert wurde), für Blockchains (jede Block-ID ist ein Hashwert des vorherigen Blocks) und bei digitalen Signaturen, z. B. zur Verifizierung von Nachrichten.
#7: Homebrew
Was bedeutet homebrew? Bei diesem Ausdruck tauchen wir in die Gaming-Welt ein. Denn „Homebrew“ umschreibt selbst entwickelte Software oder Spiele, die nicht offiziell vom Hersteller stammen.
Dazu gehören z. B. digitale Eigenkreationen für Konsolen oder Handhelds – wie ein von einem Fan programmiertes Jump’n’Run-Spiel, das über einen Homebrew-Channel läuft.
Ganz legal ist das Ganze nicht – denn natürlich wollen Hersteller nur ihre eigenen Spiele zulassen. Homebrew-Entwickler müssen also Sperren umgehen, um eigene Programme ausführen zu können – hier beginnt die rechtliche Grauzone. Solange keine Raubkopien im Spiel sind, ist es nicht unbedingt illegal, wird aber nicht gerne gesehen.
#8: Host
Was ist ein Host? Unter einem Host versteht man generell ein Computersystem, das in einem Netzwerk Dienste oder Ressourcen bereitstellt.
Allerdings umschreibt der Begriff „Host“ dabei verschiedene Arten:
So gibt es einen dedizierten Host – also einen Server, der z. B. in einer Firma eingesetzt wird und nur von dieser benutzt wird (z. B. zur Datensicherung oder zum Management).
Ein virtueller Host hingegen ist oft kein physisches Gerät, sondern eine Cloud-Plattform, auf der sich z. B. mehrere Webseiten (und Nutzer) denselben Server teilen. Stellt eine Person einen Spieleserver, z. B. für Minecraft, zur Verfügung, handelt es sich hier um einen Host, auf dem diverse andere Spieler gamen können. Online-Host-Anbieter (z. B. Strato, IONOS) stellen Datenbanken oder Dienste bereit, um z. B. die eigene Website hosten zu können.
Hosting oder eigener Server? Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Beitrag „Serverkaufberater – Tipps und Informationen für Ihr Unternehmen“.
#9: Harddisk
Was ist eine Harddisk? Unter einer Harddisk (oder HDD, zu Deutsch: Festplatte) versteht man ein magnetisches Speichermedium zur dauerhaften Sicherung von Daten. Diese bleiben auch dann erhalten, wenn der Computer ausgeschaltet wird. Die HDD besteht aus rotierenden Magnetscheiben, auf denen ein Schreib-/Lesekopf Daten schreibt oder liest. Sie ist ein eher „älteres“ Speicherformat – mittlerweile gibt es modernere Varianten wie SSDs oder NVMes.
Allerdings ist sie dennoch eine weitverbreitete Möglichkeit, Daten zu sichern, da die Medien, die mittlerweile 20 TB oder mehr Speicherplatz bereitstellen, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Während SSDs oder NVMes relativ hohe Kapazität-/Preis-Niveaus haben, sind die – zwar langsameren – HDDs günstiger pro GB.
Wie sich die HDD entwickelt hat und welche Vorgänger und Nachfolger es gibt, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Evolution des Datenspeichers – von 40.000 v. Chr. bis heute“.
#10: HTTP
Was ist HTTP? HTTP steht für Hypertext Transfer Protocol und ist quasi die „Sprache“, mit der ein Webbrowser mit einem Webserver spricht, um eine Seite zu laden.
Das „Protokoll zur Übertragung von Hypertext“, wie man auf Deutsch sagen würde, ist also eine Art „Bestellsystem“, das regelt, wie man eine Website angezeigt bekommt. Gibt man in die Adresszeile des Browsers eine Website ein (z. B. http://www.serverando.de), sendet der Browser eine HTTP-Anfrage an den Server. Der Server antwortet mit dem gewünschten Inhalt und zeigt dann – in diesem Fall – unseren Online-Shop an. Mittlerweile wurde HTTP allerdings vom HTTPS-Standard abgelöst, denn während ersterer keine Verschlüsselung bietet und nur Port 80 verwendet, gilt HTTPS durch seine (TLS/SSL-)Verschlüsselung als wesentlich sicherer und nutzt Port 443.
Noch mehr Tech-Infos bekommt ihr auch in unseren vorherigen Beiträgen der „IT-Lexikon“-Rubrik 😊: