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IT-Lexikon: Fachbegriffe – I

In unserer Rubrik „IT-Lexikon“ dreht sich dieses Mal alles um Fachbegriffe aus der Hardware- und Tech-Welt, beginnend mit dem Buchstaben: I, wie …

#1: IP-Adresse

Was ist die IP-Adresse? Die IP-Adresse ist wie ein digitales Adressschild, das jedem Gerät – egal ob Laptop, Server oder Smartphone – eine eindeutige Kennung verleiht. So gelangen Datenpakete zuverlässig an die Stelle, an der sie ankommen sollen. Genutzt wird das zum Beispiel beim Streaming, beim Versenden und Empfangen von E-Mails und überall dort, wo Daten über das Internet übertragen werden. Dabei gibt es zwei Versionen: die IPv4, etwa 192.168.1.1, ein Oktett aus vier Zahlenblöcken, die durch Punkte getrennt sind und einen 32-Bit-Identifier bilden, der jedoch langsam veraltet. Und die neuere IPv6-Version – das moderne Pendant mit deutlich mehr verfügbaren Adressen. Sie ist 128 Bit lang und in acht 16-Bit-Blöcke unterteilt, die hexadezimal mit Doppelpunkten dargestellt werden.

#2: Interface

Was ist ein Interface? Das Interface ist die Schnittstelle, über die zwei Systeme miteinander kommunizieren. Diese Kommunikation kann zwischen Hardware-Komponenten, Software-Modulen oder sogar zwischen Menschen und Maschinen stattfinden. Das Interface sorgt dafür, dass Informationen korrekt übertragen und gelesen werden – selbst dann, wenn die beteiligten Systeme völlig unterschiedlich aufgebaut sind. In der Hardware-Welt kann das ein USB- oder Ethernet-Anschluss sein, in der Software eine Programmierschnittstelle, die bestimmte Funktionen bereitstellt, ohne dass man wissen muss, wie diese intern arbeiten. Interfaces verbinden, übersetzen und ermöglichen systemübergreifende Zusammenarbeit – und begegnen uns ganz alltäglich, etwa in der Oberfläche einer Website, die komplexe Prozesse im Hintergrund für den Nutzer einfach und intuitiv bedienbar macht.

#3: IaaS

Was ist Infrastructure as a Service? Unter IaaS – kurz für „Infrastructure as a Service“ – versteht man ein virtuelles Rechenzentrum „auf Abruf“. Statt eigene Server im internen Serverraum zu betreiben, zu upgraden und zu warten, mietet man bei einem Cloud-Anbieter die komplette IT-Infrastruktur: Rechenleistung, Speicher und Netzwerk – alles über das Internet und jederzeit skalierbar. Abgerechnet wird nach Verbrauch (Pay as you go). Das bringt klare Vorteile, vor allem für kleinere Unternehmen, die weder Platz noch Personal für eigene Server haben. Allerdings gibt es auch Schattenseiten: Die physischen Server werden in der Regel in virtuelle Maschinen (VMs) aufgeteilt und von mehreren Kunden gleichzeitig genutzt (Multi-Tenancy). Wer mehr Kontrolle möchte, setzt auf dedizierte Geräte – muss sich dann jedoch auch selbst um Backups, Sicherheitsupdates und teilweise um die Netzwerkkonfiguration kümmern.
Eines ist klar: Fällt der Anbieter aus, steht der Geschäftsbetrieb still – und im schlimmsten Fall sind Daten unwiederbringlich verloren.

Hier gibt es mehr zum Thema virtuelle Maschinen, Vorteile durch eigene Server und den „Arten“ von Servern.

#4: IoT

Was versteht man unter Internet of Things? Unter dem „Internet der Dinge“ (Internet of Things, IoT) versteht man die Vernetzung physischer Geräte mit dem Internet. Diese Geräte senden und empfangen Daten und können in vielen Fällen auch eigenständig reagieren. Ein IoT-System besteht in der Regel aus Sensoren, Aktoren, Software, Netzwerkverbindungen und den sogenannten Smart Objects – also den vernetzten Geräten selbst, die z. B. Zustände erfassen, Daten austauschen oder Aktionen auslösen können. Was futuristisch klingt, ist längst Alltag: vom smarten Kühlschrank über die Lichtsteuerung im Smart Home bis hin zu intelligenten Ampelanlagen oder automatisierten Logistikprozessen (z. B. Lagerverwaltung). In der Industrie spricht man vom Industrial IoT (IIoT). Hier können Maschinen z. B. ihren Wartungsbedarf selbst melden, Produktionsdaten in Echtzeit liefern oder Fertigungsprozesse automatisiert steuern.

#5: iSCSI

#5 Was ist iSCSI? iSCSI ist die Abkürzung für „Internet Small Computer System Interface“ und beschreibt ein Konzept, das es ermöglicht, Speichergeräte über ein IP-basiertes Netzwerk (z. B. Ethernet) anzubinden. Anstatt auf eine kostspielige Fibre-Channel-Infrastruktur zu setzen, kann man die vorhandenen Netzwerkkomponenten nutzen, um Datenpakete auszutauschen – das spart Aufwand, Zeit und Geld. iSCSI „verpackt“ klassische SCSI-Kommandos in TCP/IP-Pakete und sendet sie übers Netzwerk (z. B. von einem Server zu einem Storage-System), so, als wäre dieses lokal angeschlossen. Dabei spricht man vom Initiator (Client, der Speicher anfordert), vom Target (System, das den Speicher bereitstellt) und von LUNs (Logical Unit Numbers), also den logischen Speichereinheiten, die bereitgestellt werden.
Da iSCSI blockbasiert arbeitet, eignet sich die Technologie ideal für Datenbanken, virtuelle Maschinen oder Backup-Systeme. Sie ist eine flexible und kosteneffiziente Lösung zur Speicherbereitstellung – allerdings muss man sich bewusst sein, dass die Latenz höher als bei dedizierten Speicherprotokollen sein kann und die Leistung stark von der Netzwerkqualität und -sicherheit abhängt.

#6: IDE-Schnittstelle

Was war die IDE-Schnittstelle? IDE steht für Integrated Drive Electronics und war früher der Standardanschluss für Festplatten sowie CD-/DVD-Laufwerke in PCs. Vielen ist er auch unter dem Namen PATA (Parallel ATA) bekannt. Dieser „Oldschool“-Standard wurde später von der SATA-Schnittstelle abgelöst. Eingeführt wurde IDE 1986 von Western Digital in Zusammenarbeit mit Compaq: Erstmals war der Festplatten-Controller direkt im Laufwerk integriert – eine kleine „Technik-Revolution“. Dadurch entfiel die Notwendigkeit einer separaten Controllerkarte. Zwischen 1990 und 1994 war IDE der Standard schlechthin für Festplatten und optische Laufwerke im Heim-PC. Ab 1994 wurde IDE schrittweise durch ATA-2 (mit schnelleren Übertragungsmodi) ersetzt und ab den 2000er-Jahren schließlich vollständig von SATA (Serial ATA) abgelöst. In der Industriehardware blieb der 40-polige Flachbandstecker mit Master/Slave-Konfiguration – per Jumper eingestellt – noch länger im Einsatz. IDE-Festplatten sind heute weitgehend „museumsreif“ und nur noch bei Nostalgikern zu finden. Mit einem IDE-zu-USB-Adapter lässt sich solche Retro-Hardware jedoch problemlos auch an moderne Rechner anschließen.

Mehr zur Entwicklung unseres Datenspeichers findet ihr in einem vorherigen Blogbeitrag.

#7: IT-Security

#7: IT-Security IT-Security – oder zu Deutsch: IT-Sicherheit – umfasst alle Maßnahmen, die Systeme vor schädlicher Software oder Angriffen, z. B. durch Hacker, schützen. Dazu gehören der Schutz der Hardware, der Software und Anwendungen, der Daten (z. B. sensible Unternehmens- oder Kundendaten, Passwörter) sowie der Kommunikation (E-Mails, Datenübertragung etc.). Das Ziel der IT-Security ist es, Daten und Programme nur befugten Personen zugänglich zu machen, Bedrohungen abzuwehren, den zuverlässigen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten und einen Notfallplan bereitzuhalten, falls doch ein Sicherheitsvorfall eintritt. Um dies zu erreichen, kommen u. a. Firewalls, Antivirenprogramme, Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, regelmäßige Backups, Notfallpläne sowie Awareness-Trainings und Schulungen für Mitarbeitende zum Einsatz. Typische Bedrohungen für die IT-Infrastruktur sind z. B. Malware (Viren, Trojaner, Ransomware), Phishing, DDoS-Angriffe oder Insider Threats – also Personen innerhalb des Unternehmens, die absichtlich Schaden anrichten.

Mehr Informationen zum Thema Phishing, gibt es in unserem gleichnamigen Blogbeitrag.

#8: IT-Lifecycle

Was bedeutet IT-Lifecycle? Der Lebenszyklus von IT-Geräten – oder IT-Lifecycle – beschreibt die komplette „Reise“ eines IT-Assets, also z. B. eines Computers, Smartphones oder Servers: von der Idee über die Produktion, Inbetriebnahme und Wartung bis hin zur finalen Ausmusterung. In unserer „Wegwerfgesellschaft“ wurden Geräte früher oft einfach entsorgt, sobald Unternehmen höhere Ansprüche an die Hardware stellten. Neue, leistungsfähigere PCs oder Notebooks wurden bestellt – die „Alt-Hardware“ landete nach rund 2–3 Jahren Einsatz im Schrott, obwohl sie noch funktionsfähig, in gutem Zustand und für viele Privatpersonen sogar „überdimensioniert“ war. Zum Glück hat sich hier ein stärkeres Umweltbewusstsein entwickelt: Statt die Geräte zu entsorgen, übernehmen IT-Refurbisher wie wir die Hardware. So erhalten Unternehmen dafür noch einen fairen Gegenwert, und wir bringen die Geräte nach einer gründlichen Wiederaufbereitung zurück in den Verkauf. Das bringt nicht nur Vorteile für KMUs und Privatpersonen (Kostenersparnis), sondern ist auch deutlich nachhaltiger.

Mehr Informationen zum Thema Kreislaufwirtschaft und IT-Ankauf gibt’s auf unserer Firmenwebsite.

#9: IT-Remarketing

Was versteht man unter IT-Remarketing? Hat die Hardware ihr „erstes Leben“ – z. B. als Leasinggerät in einer großen Firma – hinter sich, wurde sie früher oft einfach entsorgt. Wenig nachhaltig und auch wirtschaftlich unklug: Statt die Geräte auf den Schrott zu bringen, werden sie im IT-Remarketing professionell aufbereitet, geprüft und wieder in den Markt gebracht. Dies geschieht über Refurbishing-Unternehmen wie uns und bietet viele Vorteile. Großunternehmen können beispielsweise einen Roll-out beauftragen, bei dem die Geräte inklusive Kabeln und Zubehör fachgerecht abgebaut und abtransportiert werden – das spart Zeit und Geld. Zudem werden die Datenträger in PCs, Notebooks oder Druckern revisionssicher gelöscht oder physisch vernichtet. Das Beste daran: Hardware, die für ein „Second Life“ geeignet ist, bringt den Unternehmen wertvolle Zusatzerlöse. Nach der Wiederaufbereitung kommen die Geräte zurück in den Verkauf – und hier profitieren KMUs und Privatpersonen von günstigen Preisen und geprüfter Qualität. Ein kleiner Fun Fact für alle Zweifler an Gebraucht-Hardware: Manche Remarketing-Geräte sind technisch sogar besser als im Originalzustand – nicht nur, weil Produktionsfehler ausgeschlossen werden können, sondern auch, weil sie bei der Wiederaufbereitung mit schnelleren SSDs oder mehr RAM ausgestattet werden. Der größte Vorteil: Nachhaltigkeit – weniger Elektroschrott, geringerer Rohstoffverbrauch und reduzierte Energiekosten bei der Herstellung neuer Geräte.

Mehr zum Thema „Green IT“ findet ihr in unserem Blog.

#10: Inkjet-Drucker

#10: Inkjet-Drucker Ein Inkjet-Drucker – oder auf Deutsch Tintenstrahldrucker – ist eine Druckerart, bei der Tinte aus Patronen direkt über feine Düsen auf das Papier gesprüht wird, um Ausdrucke zu erzeugen. Die Düsen sind an einem Druckkopf befestigt und verfügen über mehrere hundert bis tausend mikroskopisch kleine Öffnungen, durch die die Tinte präzise aufgetragen wird. Dabei kommt häufig das sogenannte DOD-Verfahren (Drop-on-Demand) zum Einsatz: Die Tinte wird nur dann ausgestoßen, wenn ein Bildpunkt benötigt wird – entweder durch ein thermisches Verfahren (Thermotintenstrahl) oder durch mechanischen Druck mittels Piezo-Technologie. Der Vorteil eines Tintenstrahldruckers liegt in der hohen Auflösung von bis zu 1200 dpi und mehr, was ihn ideal für Fotos und detailreiche Grafiken macht. Zudem bietet er ein sattes Farbspektrum, das sich auch auf Spezialpapieren entfalten kann. Nachteile sind der oft hohe Tintenverbrauch, die Gefahr des Eintrocknens der Tinte und die meist hohen Kosten für Originalpatronen. Außerdem arbeitet er langsamer als ein Laserdrucker, insbesondere bei großem Druckvolumen.

Mehr Erklärungen für alle IT-Wissbegierigen gibt es hier 😊:

Autor
Regina Seisenberger
Datum
10.10.2025
Tags
IT-Lexikon
Technik
Hardware