Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Service-Hotline: +49 (0) 9402- 93 8505 0
Zur Startseite gehen

IT-Lexikon: Fachbegriffe – L

In der IT stolpert man ständig über Begriffe, die man zwar schon einmal gehört hat, aber selten wirklich sauber einordnen kann. Genau deshalb gibt es unser Serverando IT‑Lexikon: kurze Erklärungen, klare Beispiele und alltagstaugliche Definitionen 😊. Heute dreht sich alles um den Buchstaben L – und damit um Begriffe, die in fast jeder IT‑Umgebung eine Rolle spielen: vom Netzwerk über Server bis hin zu Software und Hardware.

#1: LAN

Was versteht man unter LAN? LAN (Local Area Network) beschreibt ein lokales Netzwerk, das Geräte innerhalb eines begrenzten Bereichs verbindet – zum Beispiel in einem Büro, einem Gebäude oder einem Rechenzentrum. Über ein LAN können Computer, Server, Drucker oder Switches miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Früher waren LANs oft kabelgebunden und relativ langsam. Heute sind sie dank moderner Switche, Glasfaser Verkabelung und hoher Bandbreiten extrem leistungsfähig. Ein stabiles LAN ist die Grundlage für jede professionelle IT Umgebung – egal ob im Unternehmen oder im Home Office.

#2: Laserdrucker

Was ist ein Laserdrucker? Ein Laserdrucker ist ein Drucker, der nicht mit Tinte arbeitet, sondern mit Toner und einem Laserstrahl. Dadurch entstehen gestochen scharfe Ausdrucke, die schnell und kostengünstig produziert werden können. Laserdrucker sind besonders beliebt in Büros, Hotels, Gastronomie und überall dort, wo regelmäßig viele Seiten gedruckt werden. Im Vergleich zu Tintenstrahldruckern sind sie langlebiger, wartungsärmer und deutlich schneller. Moderne Geräte bieten zusätzlich Netzwerk‑Anbindung, Duplexdruck und energiesparende Betriebsmodi.

#3: Latenz

Was bedeutet Latenz? Die Latenz beschreibt die Zeit, die ein Signal oder eine Datenanfrage benötigt, um von A nach B zu gelangen. Je niedriger die Latenz, desto schneller reagiert ein System. Besonders wichtig ist das bei Online‑Gaming, Video‑Calls, KI‑Anwendungen oder Server‑Workloads. Hohe Latenz entsteht z. B. durch lange Wege im Netzwerk, überlastete Systeme oder schlechte Verkabelung. Moderne Netzwerke, Glasfaser und optimierte Server reduzieren die Latenz deutlich. Auch beim RAM spielt Latenz eine Rolle: Arbeitsspeicher hat sogenannte „CAS‑Latenzen“, also die Zeit, die ein RAM‑Modul benötigt, um eine angeforderte Speicherzelle auszulesen. Je niedriger diese Werte sind, desto schneller reagiert der Speicher – was sich vor allem bei Server‑Workloads, Datenbanken und Virtualisierung bemerkbar macht.

#4: Layer

Was ist ein Layer? Ein Layer ist eine Schicht innerhalb eines technischen Modells oder Systems. In der IT wird der Begriff häufig im Zusammenhang mit dem OSI‑Modell verwendet, das Netzwerkkommunikation in sieben Schichten unterteilt – vom physischen Kabel bis zur Anwendung. Layer helfen dabei, komplexe Systeme verständlich zu strukturieren. Jede Schicht hat eine eigene Aufgabe und kommuniziert mit den Schichten darüber und darunter. Dadurch lassen sich Fehler leichter finden und Systeme besser planen. Bei Netzwerkgeräten spricht man oft von Layer‑2‑ und Layer‑3‑Switches: Layer‑2‑Switches arbeiten auf der „MAC‑Adresse‑Ebene“ und leiten Daten innerhalb eines lokalen Netzwerks weiter. Layer‑3‑Switches können zusätzlich routen – also Daten zwischen verschiedenen Netzwerken oder VLANs weiterleiten. Dadurch übernehmen sie Aufgaben, die früher ausschließlich Router erledigt haben.

#5: Link

Was ist ein Link? Ein Link ist eine digitale Verknüpfung, die zu einer anderen Webseite, Datei oder Ressource führt. Klickt man auf einen Link, wird man direkt zum Ziel weitergeleitet. Links sind die Grundlage des Internets – ohne sie wäre das Web nicht miteinander verbunden. Es gibt Textlinks, Bildlinks, Buttons oder interne Links innerhalb einer Webseite. Gute Links sind eindeutig, funktionieren zuverlässig und führen genau dahin, wo der Nutzer es erwartet.

#6: Lizenz

Was ist eine Lizenz? Eine Lizenz ist die Erlaubnis, eine Software zu nutzen. Sie legt fest, wie viele Geräte oder Nutzer die Software verwenden dürfen und welche Rechte man hat. Beispiele sind Windows‑Lizenzen, Office‑Lizenzen oder Server‑Lizenzen. Früher wurden Lizenzen oft als physische Codes verkauft, heute sind sie meist digital und an Accounts oder Abonnements gebunden. Wichtig: Ohne gültige Lizenz darf Software nicht genutzt werden – das kann rechtliche Folgen haben. Auch Hardware kann lizenzpflichtige Funktionen haben: Viele Storage‑Systeme benötigen Lizenzen für bestimmte Features wie Deduplizierung, Replikation oder zusätzliche Controller‑Funktionen. Bei Netzwerk‑Switches gibt es ebenfalls Lizenzmodelle – etwa für Layer‑3‑Routing, erweiterte Sicherheitsfunktionen oder zusätzliche Ports. Ohne diese Lizenzen stehen bestimmte Funktionen schlicht nicht zur Verfügung.

#7: Laufwerk

Was ist ein Laufwerk? Ein Laufwerk ist ein Gerät, das Daten speichert oder liest. Früher waren das CD‑, DVD‑ oder Diskettenlaufwerke. Heute sind es vor allem Festplatten (HDD), SSDs oder NVMe‑Module. Laufwerke sind zentrale Bestandteile jedes Computers und Servers. Moderne Laufwerke sind schneller, kleiner und zuverlässiger als frühere Modelle. Besonders NVMe‑SSDs bieten extrem hohe Geschwindigkeiten und werden häufig in KI‑Systemen, Servern und Workstations eingesetzt.

#8: Load Balancing

Was bedeutet Load Balancing? Load Balancing verteilt die Last – also Anfragen, Datenverkehr oder Rechenaufgaben – auf mehrere Systeme. Dadurch wird verhindert, dass ein einzelner Server überlastet wird. Das Ergebnis: höhere Geschwindigkeit, bessere Stabilität und weniger Ausfälle. Load Balancing kommt überall dort zum Einsatz, wo viele Nutzer gleichzeitig auf Dienste zugreifen: Webseiten, Apps, Datenbanken oder Cloud Services. Früher wurde die Last oft manuell verteilt, heute übernehmen das intelligente Systeme oder spezielle Hardware Load Balancer. Load Balancing funktioniert aber nicht nur zwischen mehreren Servern, sondern auch innerhalb eines einzelnen Systems. Moderne Server verteilen Prozesse automatisch auf mehrere CPU Kerne, Speicherbereiche oder Dienste, damit keine Komponente überlastet wird. So bleibt das System selbst unter hoher Auslastung reaktionsschnell und stabil.

#9: Linux

Was ist Linux? Linux ist ein Betriebssystem – genauer gesagt ein „Kernel“, auf dem viele verschiedene Linux‑Distributionen basieren. Es ist in den meisten Fällen kostenlos, offen entwickelt (Open Source) und extrem flexibel. Deshalb wird Linux besonders häufig in Servern, Rechenzentren, Cloud‑Umgebungen und bei Entwicklern eingesetzt. Während Windows und macOS eher für Endnutzer gedacht sind, ist Linux die erste Wahl für Systeme, die stabil, sicher und anpassbar sein müssen. Bekannte Varianten sind Ubuntu, Debian, CentOS oder Red Hat. Damals wie heute gilt: Linux ist das Betriebssystem, das im Hintergrund die meisten Server der Welt antreibt.

#10: Lasttest

Was ist ein Lasttest? Ein Lasttest prüft, wie gut ein System unter hoher Belastung funktioniert. Dabei wird simuliert, dass viele Nutzer gleichzeitig auf eine Webseite, eine App, ein Speichersystem oder eine Datenbank zugreifen. Ziel ist es, herauszufinden, ob das System stabil bleibt oder an seine Grenzen kommt. Lasttests sind wichtig, bevor neue Anwendungen live gehen – sie verhindern Ausfälle, sorgen für bessere Performance und zeigen, wo Engpässe entstehen könnten.

Mehr Erklärungen für alle IT-Wissbegierigen gibt es hier 😊:

Autor
Regina Seisenberger
Datum
16.09.2026
Tags
IT-Lexikon
Technik
Hardware