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Grün, grün, grün ist mein IT-Equipment: Warum gebraucht nachhaltiger ist

Produkte, die mit „grün“ oder „umweltfreundlich“ beworben werden, locken gerade in der heutigen Zeit viele Käufer an. Der Nachweis, ob diese aber wirklich „nachhaltiger“ und somit „besser“ sind, fehlt leider in vielen Fällen. Die EU-Kommission möchte nun Schluss mit vagen Produktangaben machen – denn die Europäische Union soll bis 2050 klimaneutral werden. Eine bessere Aufklärung für Verbraucher – z. B. über begrenzte Haltbarkeit oder Nutzungsdauern (wegen fehlender Software-Updates) – soll daher für Verkäufer verpflichtend werden. Kurz: weniger Greenwashing, mehr Information für den Konsumenten. Wir möchten daher einen Blick mit Ihnen in die Welt der „Green IT“ wagen: Gebrauchte IT-Hardware – umweltschonend oder nur ein „Greenwashing-Produkt“?

Was ist „Greenwashing“?

Der Begriff „Greenwashing“ bezeichnet den Versuch eines Unternehmens, ein oder mehrere Produkte – oder sogar das ganze Unternehmen an sich – in einem ökologisch besseren Licht darzustellen. Durch clevere Marketingaktionen wird darauf abgezielt, sich umweltbewusster und nachhaltiger zu machen, als man wirklich ist.

Das „Grünwaschen“ soll dann Kunden dazu verleiten, die vermeintlich nachhaltigen Produkte eher zu kaufen oder das Image der Firma zu verbessern. Darunter gehört zum Beispiel das Werben mit Selbstverständlichkeiten, einen einzelnen nachhaltigen Artikel aus dem Sortiment stark hervorheben, obwohl das restliche Produktportfolio alles andere als nachhaltig ist oder die Beteiligung an Klimaschutzprojekten, um vom eigentlichen – nicht umweltfreundlichen – Business abzulenken.

Vor allem im Lebensmittelsektor werden diese Maßnahmen gerne eingesetzt: Große Konzerne, die auf Einwegplastikverpackungen setzen, geben sich durch Werbung mit Strom aus erneuerbaren Energien als „grün“ aus und setzen sich selbst Ziele wie: „komplett plastikfrei“ oder „Fleisch nur noch aus Haltungsstufe 3 und 4“ bis 2030. Wie viel Prozent dann aber wirklich aus Wind- oder Solarkraft kommt oder ob die Zielsetzung wirklich auch vorangetrieben wird, ist fraglich.

Verbraucher haben leider meist nur wenig Möglichkeiten, zu prüfen, ob das gewünschte Produkt wirklich nachhaltig ist oder man auf eine „Greenwashing-Falle“ hereinfällt. Im Lebensmittelbereich sollte man zum Beispiel hinterfragen, wie/wo die Produkte hergestellt bzw. angebaut werden, wie sieht die Verpackung aus und bei Obst und Gemüse, ob dieses gerade Saison hat.

Bei Technikgeräten ist es bedauerlicherweise nicht so einfach, Einsicht zu bekommen. Daher möchten wir etwas Transparenz schaffen – denn je mehr dem Käufer bewusst ist, wie schädlich z. B. ein ständiges Wechseln von Tablets oder Smartphones für unsere Natur ist, desto besser.


grünes Blatt

Die PC-Herstellung – was steckt „drin“ in unseren Computern?

Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatten, Gehäuse – welche Komponenten in einem Computer oder Server stecken, wissen sehr viele Menschen. Aus welchen Materialien ein PC besteht, welche Rohstoffe dafür genutzt und wie viele Ressourcen dafür verbraucht werden, wissen aber nur wenige. 

 Ein Computer besteht aus bis zu 2000 Einzelteilen. Diese werden nicht an einem Standort gefertigt, sondern in unzähligen verschiedenen Fabriken, die über den ganzen Globus verteilt sind. Schnell ergibt sich somit ein enormes Netz an Zulieferern, bei dem kaum jemand überblicken kann, ob die ökologischen oder sozialen Bedingungen gerecht sind. 

 Fair und nachhaltig? Leider nur selten, denn produziert wird meist in großen Unternehmen in Drittländern. Die Arbeitsbedingungen sind hart, der Abbau von Stoffen wie z. B. Kobalt ist gefährlich für die Arbeiter und die Umwelt und mindert zudem unsere natürlichen Ressourcen. Die risikoreichen Jobs werden dazu auch noch extrem gering bezahlt – die schlechte Versorgung und der niedrige Lebensstandard der Menschen in diesen Ländern kann kaum mit unseren Gewohnheiten verglichen werden.

Vielen Computernutzern ist ebenfalls nicht bewusst, dass ein PC aus hunderten verschiedenen Stoffen besteht. Neben natürlich vorkommenden Rohstoffen wie z. B. Gold, Kupfer, Silber, Erz oder Platin werden auch giftige Chemikalien wie Weichmacher und Schwermetalle (u. a. Blei, Quecksilber, Cadmium) eingesetzt. Bei der Verschrottung der Elektrogeräte werden diese schädlichen Substanzen teilweise wieder freigesetzt – was sich negativ auf Boden und Wasser und somit auch auf uns Menschen auswirken kann.

Umweltverschmutzung durch Firma

Apropos Wasser: Für die Herstellung eines Computers können bis zu 20.000 Liter davon verbraucht werden. Um sich diese enorme Masse besser vorstellen zu können: Dafür könnte auch jeder 2. Einwohner unserer Nachbargemeinde Kallmünz (Landkreis Regensburg) eine Viertelstunde den Wasserhahn aufdrehen – sprich 1.500 Duschvorgänge à 15 Minuten entsprechen etwa dem Wasserverbrauch für die Herstellung eines PCs.

Mit dem Ressourcenverbrauch ist es aber in Sachen Umweltbelastung noch nicht getan: schließlich müssen die Komponenten auch für die Endmontage in Fabriken gebracht werden – und dafür ist manchmal eine „kleine Weltreise“ nötig. Durch die langen Transportwege wird noch mehr schädliches CO₂ ausgesetzt, was die Klimaerwärmung in großen Schritten vorantreibt. Damit die fertig montierten Endgeräte auch sicher bei Händlern und Verbrauchern ankommen, werden Unmengen an Verpackungsmaterial benötigt. Welches wiederum aus Kunststoffen besteht und somit schwer zu entsorgen bzw. zu recyclen ist.

Gebraucht = nachhaltiger?

Ernüchternde Fakten. In unserer digitalisierten Welt kommt man um Computer aber kaum herum. Mehr als 90 Prozent der deutschen privaten Haushalte besitzen mittlerweile einen Computer. Und natürlich bieten diese auch Vorteile, die der Umwelt zugutekommen. Durch die Möglichkeit, sich via Skype oder Teams mit Kollegen weltweit austauschen zu können, müssen z. B. weniger Geschäftsreisen unternommen werden.

Und ja: wer hier auf gebrauchte Hardware setzt, handelt wirklich nachhaltiger. Denn je länger die IT-Geräte in Benutzung sind, desto weniger muss neu produziert werden. Somit werden auch weniger wertvolle Ressourcen aufgebraucht und auch der bei der Herstellung anfallende CO₂ Ausstoß minimiert sich.

In vielen großen Firmen werden Notebooks, PCs und Tablets aber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Lebensdauer verwendet. Ein kompletter Austausch findet oft bereits nach 2–3 Jahren statt – obwohl die Geräte noch auf einem aktuellen Stand der Technik sind. Das ist nicht nur bei Consumer-Geräten der Fall, auch im Serverbereich wird die Hardware weit vor Ablauf der Lebensdauer getauscht – dabei sind die digitalen Anforderungen der meisten Firmen weit unter der Auslastungsgrenze der genutzten Produkte.


Grüner Wald

Überwiegend kommt der „Tauschzwang“ durch auslaufende Leasingverträge – und die bestehende Hardware wird durch den neuen Vertrag und aktuellere Modelle ersetzt. Wurde die Hardware früher einfach entsorgt, gibt es heute die weitaus clevere Methode diese wiederaufzubereiten – und das lohnt sich sowohl für die Firmen, die Ihre Alt-IT abgeben, als auch für den nächsten Käufer.

Denn: In Unternehmen werden in den meisten Fällen nur hochwertige Business-Produkte verwendet. Neu sind diese Geräte für Endkunden kaum bezahlbar – wiederaufbereitet werden Hochleistungs-Workstations, Business-PCs und Notebooks und auch Profihardware wie Server- und Storage-Geräte jedoch zum Schnäppchen. Der Grund: Der Wertverfall ist ähnlich wie bei PKWs in den ersten Jahren am höchsten. Nicht selten ist die Hardware nach 2–3 Jahren im Betrieb oft nur noch 10–20 % des ursprünglichen Kaufpreises wert.

Vor allem für KMUs ist der Kauf von Gebraucht-IT sinnvoll. Beim Aufbau des Firmen Netzwerks sollten nur hochwertige und leistungsstarke Produkte eingesetzt werden – so können nicht nur Ausfälle minimiert werden, sondern man bieten auch Hackern keinen „Nährboden“ für einen Angriff. Da die Preise für Neuware für kleinere Unternehmen kaum realisierbar sind, greift man mit refurbished IT auf eine clevere Alternative zurück.

Doch nicht nur die späteren User profitieren durch die Wiederaufbereitung der Gebrauchtgeräte. Firmen, die Ihre Alt-IT abgeben, erzielen mit dem Verkauf dieser wertvolle Zusatzerlöse. Unternehmen, die selbst in der IT-Dienstleistung tätig sind, können ihren Kunden ohne jeglichen Aufwand ein breiteres Produktportfolio und einen besseren Service bieten, wenn sie mit einem starken Partner zusammenarbeiten, der den Ankauf und das Refurbishing der Geräte übernimmt.

Fußabdruck

Und ein noch wichtigerer Punkt: für alle Parteien minimiert sich der „CO₂-Fußabdruck“. Keine Emissionen, die bei der Herstellung ausgeschüttet werden, kein Verbrauch wertvoller Ressourcen, weniger schlechte soziale und ökologische Bedingungen. Natürlich sind diese bei der ursprünglichen Produktion entstanden – setzt man auf Gebraucht-IT, sorgt man allerdings dafür, dass diese nicht so schnell wieder anfallen und setzt außerdem ein Statement, dass die großen Konzerne zu mehr Nachhaltigkeit zwingt.

Welche Vorteile bietet wiederaufbereitete IT-Hardware noch?

Neben den starken Umweltbelastungen, die bei der Produktion anfallen würden, verringert sich durch den Wiedereinsatz der Gebrauchtgeräte natürlich auch der Elektroschrott. Die Devise „lieber neu kaufen, statt reparieren“ hat uns ein enormes Schrottwachstum beschert, dass eine extreme Belastung für unsere Natur darstellt. Doch: Auch defekte Geräte können nachhaltig recycelt oder in vielen Fällen sogar repariert werden.

Bei einem Mainboard Defekt wird dieses einfach ausgetauscht – defekte Festplatten, Arbeitsspeicher und CPUs werden durch funktionierende ersetzt. 

Sogar in Geräten mit starken Gehäusebrüchen können die Komponenten unter Umständen noch funktionsfähig sein und als Upgrades für andere Geräte benutzt werden. Auch in komplett ausrangierten PCs, Notebooks, Tablets und Co. verbergen sich wertvolle Metalle wie Gold, Palladium, Silber oder Kupfer, das recycelt wieder dem Ressourcenkreislauf zugeführt werden kann.

Bedenken bezüglich des Datenschutzes können bei einem professionellen Refurbishing-Unternehmen schnell beseitigt werden. Oft möchten Firmen ihre gebrauchten Festplatten nicht wieder in den Umlauf bringen, da die Angst vor einem „Daten-GAU“ groß ist. Als professionelles IT-Remarketing Unternehmen garantieren wir allerdings absolute Revisionssicherheit. Ihre Daten werden unwiederbringlich und sicher gelöscht – die gebrauchten Festplatten können somit bedenkenlos weiterverkauft und genutzt werden. 

10 Gründe für refurbished IT

  1. Preisersparnis: Gebrauchte IT-Hardware ist um ein Vielfaches günstiger als Neuware
  2. Besser für die Umwelt: Weniger Emissionen, keine Ressourcenverschwendung – wer auf Gebraucht-IT setzt, handelt nachhaltiger
  3. Realisierbar: auch für KMUs mit geringem IT-Budget
  4. Schneller geliefert: denn sie muss nicht erst produziert werden
  5. Individuell konfigurierbar: nicht nur wegen der erschwinglichen Preise, auch durch die bessere Verfügbarkeit
  6. Produktionsfehler ausgeschlossen: war bereits zuverlässig im Einsatz
  7. Geprüfte Qualität: Gebrauchtware wird vielen Tests unterzogen, damit nur einwandfreie Geräte wieder in den Verkauf gelangen
  8. Wertverfall clever umgehen: gleich auf refurbished IT setzen
  9. Lieferengpässe können umgangen werden: in dem man sich – bedingt durch den günstigen Preis – einen höheren Bestand an Festplatten / Arbeitsspeichern anschafft, um einem Ausfall vorzubeugen
  10. Erweiterte Garantie: während Neuware oft mit einer Standardgarantie von 3 Jahren ausgeliefert wird, kann bei Gebrauchtware oft eine Garantieerweiterung bis zu 5 Jahren erworben werden

Gebrauchtware von privat oder vom Händler?

Auch wenn wir nicht ganz unparteiisch antworten können: Die Devise geht klar zum Kauf bei einem Händler. Warum? Zum einen, weil die Geräte von professionellen IT-Refurbishern einfach besser getestet werden können. Wir besitzen gewisse Prozesse, denen die gebrauchte Hardware standhalten muss, um noch einmal in den Verkauf zu gelangen. Somit werden wirklich nur einwandfreie Produkte verkauft.

Doch es ist nicht nur so, dass Privatpersonen einfach die Möglichkeiten und meist auch das Know-how fehlen, die Geräte auf „Herz und Nieren“ zu prüfen: auch der Ausschluss einer Gewährleistung ist möglich. Tritt dann ein Defekt auf, hat der Käufer leider oft das Nachsehen.

Laptop auf der Wiese

Zudem hat man bei einem Händler die Möglichkeit, den PC, Laptop oder Server genau nach seinen Anforderungen ausstatten zu lassen. Passende Software kann genauso einfach und schnell dazu erworben werden, wie z. B. eine Garantieerweiterung – was noch mehr Sicherheit für Sie bedeutet.

Im Gegenzug: beim Kauf von Privat tragen Sie sogar das Versandrisiko – und es besteht kein Widerrufsrecht. Auch Firmen raten wir davon ab, Ihre Alt-IT direkt selbst zu verkaufen: denn ein Zurücksetzen der Geräte (z. B. bei Smartphones) ist nicht einer zertifizierten Löschung gleichzusetzen. Die Daten können unter Umständen wiederhergestellt werden. Besser ist, auf einen vertrauensvollen Partner zurückzugreifen – spart Kosten, Aufwand und jede Menge Ärger, falls die Daten nicht sachgemäß vernichtet wurden.

Zum Thema Daten und Datenschutz haben wir übrigens einen weiteren Blogbeitrag, der Sie interessieren könnte: 

Das Thema mit den Daten - Blog

Also: Als Verbraucher haben Sie viel in der Hand: nutzen Sie Ihre „Macht“ setzen Sie auf nachhaltigere Produkte und zwingen Sie Unternehmen zum Umdenken. Für unsere Umwelt.


Datum

20. April 2022

Autor

Regina Seisenberger