Service-Hotline: +49 (0) 9402- 93 8505 0
Service-Hotline: +49 (0) 9402- 93 8505 0

Was wären wir ohne …? – 30 Erfindungen, die heute aus unserem Büroalltag kaum noch wegzudenken sind

Am 02.08.2022 jährte sich der Todestag vom Erfinder des Telefons, Alexander Graham Bell, zum hundertsten Mal (†1922). Der französische Mathematiker Blaise Pascal starb bereits im Alter von 39 Jahren, am 19.08.1662 (350. Todestag) und hinterließ der Nachwelt quasi einen Prototyp der frühen mechanischen Rechenmaschine mit dem Namen „Pascaline“. Und der Geburtstag von Peter Mitterhofer, einem Südtiroler Erfinder der ersten funktionstüchtigen Schreibmaschine aus Holz, jährt sich am 20.09.2022 zum zweihundertsten Mal (*20.09.1822). Unvorstellbar, dass die Ideen für viele Geräte, die wir aus unserem Arbeitsalltag heute nicht missen wollen, bereits so lange zurückliegen. Für uns Grund genug, sich mit dem Thema einmal genauer zu befassen und sich zu fragen, wann, von wem und wo beispielsweise Telefon, Computer und Co. denn genau erfunden wurden. Und: wie sah eigentlich die Arbeit im Büro früher aus? All diese Informationen erhalten Sie in diesem Blogbeitrag.

Von der Kaffeemaschine bis zum Internet

Wir leben in einem Zeitalter, in dem das reale Leben genauso präsent ist, wie unser „online Dasein“. In fiktiven Universen (z. B. Metaverse) erschaffen wir unser Ich in einem digitalen Raum völlig neu. Können unseren Kaffee am Morgen in einer Kulisse in New York genießen und uns unser reelles Arbeitsleben versüßen, in dem wir digital an einem Schreibtisch am Strand von Hawaii sitzen. Auch wenn unsere Familie und Freunde im Urlaub am anderen Ende der Welt sind, reichen ein paar „Wischer“ auf unserem Smartphone Display und wir sind via Video Call verbunden, als würden wir direkt nebeneinanderstehen.

Und auch im Haushalt: wir besitzen Kaffeemaschinen statt Kaffeemühlen, Spülmaschinen, damit wir nicht mehr alles mit der Hand waschen müssen, Mikrowellen, Staubsaugerroboter und Multikocher, die uns das Leben erleichtern. In unserer Zeit haben wir für alles praktische Helferlein, die wir täglich verwenden, ohne auch nur einmal nachgedacht zu haben, wer eigentlich diese genialen Köpfe hinter den Erfindungen waren. Seit wann gibt es zum Beispiel Rolltreppen, Kugelschreiber oder Strom? Wie würde unser Arbeitsleben ohne diese ganzen „Gadgets“ aussehen? Würden wir uns im Büroalltag der 60er-Jahre zurechtfinden? Und wie sahen Büros damals überhaupt aus? Wir springen mit Ihnen durch die Zeit zurück vor Computer und Co.

Ein Tag im Büro – von 1800 bis heute

Die Anfänge des Büros gab es sogar schon im alten Rom. Als „Tabularium“ wurden damals Gebäude bezeichnet, in denen wichtige Schriften und Urkunden aufbewahrt wurden. In der Spätantike gab es das sogenannte „Skriptorium“ eine Schreibstube, die sich meist in einem Kloster befand und worin Texte handschriftlich dupliziert wurden. Die abgetrennten Räume, in denen sich die Mönche für die Schreibarbeit befunden haben, erinnert an die separierten Kabinen eines Großraumbüros Ende der 1960er-Jahre. Der Aufbau eines Büros, wie wir ihn heute kennen, existiert aber erst seit ungefähr 200 Jahren. Waren die Räume zunächst nur für Händler und Beamte gedacht, die dort ihre schriftlichen Aufzeichnungen getätigt haben, hat sich das Büro schnell in einen wichtigen Ort der Kreativität gewandelt. Die reine Schreibarbeit wich Planungen, Entwicklungen und wissenschaftlichen Arbeiten – so nutzen nun auch Physiker, Mathematiker und weitere Denker und Erfinder das Büro.

Eine große Erleichterung kam ca. 1885 in die Büros: die Schreibmaschine. Die ersten fabrikmäßig hergestellten Schreibmaschinen wie die „Schreibkugel“ eines dänischen Pastors namens Rasmus Malling-Hansen oder die nach den Miterfindern benannte „Sholes & Glidden-Schreibmaschine“ wichen ab 1895 der Underwood No.1 und No.2. 1900 ging die damals meistverkaufte Maschine aus der Serie hervor, die „Underwood No.5“. Von 1900 bis ca. 1920 wurden in Deutschland die ersten Kontorhäuser nach amerikanischem Vorbild erbaut. Es handelte sich dabei um Gebäudetypen, die ausschließlich Büroräume beinhalteten.

Die offene Bürostruktur änderte sich zwischen Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr einer Zellenstruktur. Auch der Frauenanteil im Büro schoss rasant nach oben. In den 50er und 60er-Jahren wurde der Fokus mehr auf Ästhetik gelegt: vor allem in der dunklen Nachkriegszeit kam Farbe in das Büro. Wer ein eigenes Arbeitszimmer hatte, der stellte etwas dar. Um dem Nachdruck zu verleihen, wurden die kleinen Räume mit allerhand bunten Möbeln, Büchern, Lampen und Schränken aufgehübscht.

In den 1960ern wurde nicht nur der Frauenanteil, sondern generell die Anzahl der Büroangestellten noch einmal gesteigert. Um die Räume möglichst effizient zu nutzen, wurden Gemeinschaftsbüros eingeführt. Die Tische wurden zu einem Angestellten hin ausgerichtet, der als „Supervisor“ fungierte und die Arbeit der Angestellten überwachte. Die Arbeiter saßen dicht an dicht – Privatsphäre: Fehlanzeige. Auch gesundheitlich war dies bedenklich: denn Rauchen gehörte zum Arbeitsalltag. So waren auch Nichtraucher dem ständigen Zigarettenqualm, schlechter Luft, geröteten Augen und stinkenden Aschenbechern ausgesetzt.

Immer mehr Menschen mussten Platz in einem Büroraum finden, die extreme Lautstärke forderte Gegenmaßnahmen: So war in den 70ern der „Cubicle“ besonders beliebt. Die Arbeiter hatten einzelne Arbeitskabinen, die nicht nur den Schall etwas dämpften, sondern auch ein wenig Privatsphäre gewährte.

Bald wurde die Technik mehr und mehr in den Vordergrund gerückt: Es gab handlichere Schreibmaschinen mit Korrekturbändern, Rohrpostanlagen, um Nachrichten und Notizen per Luftdruck zu transportieren, was die interne Kommunikation steigerte, und Telefone mit Wählscheibe. Damals dauerte es allerdings noch wesentlich länger, eine Telefonnummer zu wählen, da die Wählscheibe immer erst zurückspringen musste, bevor man sie zur nächsten Ziffer schieben konnte. Um die Telefonnummern schneller griffbereit zu haben, wurde ein sogenanntes „Rolodex“ eingesetzt.

Durch das Wirtschaftswachstum benötigten Unternehmen stetig mehr Mitarbeiter und die Großraumbüros wichen Anfang der 70er bis Anfang der 80er Jahre Verwaltungsgebäuden, die aus mehreren Etagen bestanden. Unterschiedliche Hierarchieebenen wurden so auch räumlich dargestellt.

Die 80er brachten einen weiteren großen Wandel im Büroalltag: Die lautstarken Großraumbüros wurden immer unbeliebter. Deshalb wichen den Zellstrukturen der Großarbeitsfläche kleinere, dafür offenere Einzel- bzw. Kombibüros. Ende 1980 war in vielen Unternehmen auch das Aus für die Schreibmaschine besiegelt – denn der Computer beherrschte nun den Markt. Doch der damals sehr kostspielige PC war nicht nur ein beliebter Begleiter im Arbeitsalltag: Bewunderung und Ehrfurcht mischten gleichermaßen die Gefühle der Bevölkerung auf. Es war nicht nur die Angst vor einer künstlichen Intelligenz, die uns Menschen übertreffen könnte – wie der von IBM entwickelte Schach-Computer Deep Blue, der den amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow in einem Wettkampf aus sechs Partien schlug – sondern vorwiegend die Ersetzbarkeit des Menschen, die plötzlich präsent wurde.

Die nostalgischen Geräusche der Tastaturanschläge auf der Schreibmaschine wichen den Klicks der Computermaus und Keyboardanschlägen. Auch die geschäftige Kommunikation in den Büros verwandelte sich in eine – fast komplette – Stille, die nur durch die krächzenden und markant hohen Töne des Modems unterbrochen wurden, dass sich ins Netz einwählte. Genau wie die Angst, von einer Maschine ersetzt zu werden, gab es plötzlich eine Art „Konkurrenzkampf“ – Überstunden, Mehrarbeit, Burn-out. Arbeitgebern wurde plötzlich bewusst, dass die Mitarbeiter trotz der fortschreitenden Digitalisierung das wichtigste Gut des Unternehmens sind.

Und so wurde die Arbeitsumgebung „heimelig“: Kaffeemaschinen, Grünpflanzen und Ruheecken fanden Einzug, um den Mitarbeitern ein Wohlfühlambiente zu schaffen und die Kreativität und Motivation derer zu fördern. Stellenangebote wurden immer weiter differenziert, um Menschen genau nach Fähigkeiten einsetzen und fördern zu können. Auch das „Teambuilding“ war ein großer Faktor, um Projekte voranzutreiben – unterstützt durch die Technik (z. B. E-Mails, Telefon) wurde auch die interne Kommunikation verbessert, man konnte sich einfacher und schneller mit Kollegen und Vorgesetzten austauschen.

Um die Jahrtausendwende und vor allem wegen der Einführung von kompakten Laptops und Handys bzw. heutigen Smartphones, gab es noch einmal einen großen Fortschritt für die bis dato bekannte Arbeitswelt: Ab sofort war auch ein Arbeiten außerhalb der gewohnten Bürolandschaft möglich. Vor allem in den letzten Jahren – und gefördert durch die Pandemie – wurde das Home-Office immer populärer. Ein weiterer Trend, der aus den USA zu uns herübergeschwappt ist, sind sogenannte OpenSpace-Offices. Allen voran steht dort der Technologie-Riese Google. Mitarbeiter erhalten dreimal täglich frisch zubereitete Mahlzeiten in denen eigenen Restaurants – natürlich kostenlos – haben bequeme Lounges, um den Kopf frei zu bekommen, Fitnessräume und Gaming-Areas. So soll die Individualität eines jeden Mitarbeiters in den Vordergrund gerückt, die Kommunikation verbessert werden, ein flexibles und angenehmes Arbeitsumfeld bestehen und Kreativität und Produktivität gefördert werden.

30 Erfindungen, die wir im Büroalltag nicht missen möchten

Und wie sieht es nun aktuell aus? Über 50 % der Deutschen arbeiten in einem Bürojob. Wir haben gesehen, dass unser Berufsleben, wie wir es derzeit kennen, sich die letzten Jahrzehnte einem extremen Wandel unterzogen hat. Heutzutage gibt es vieles, dass uns die Arbeit erleichtert und unsere Arbeitswelt revolutioniert hat – und trotzdem, nehmen wir unsere Alltagsgegenstände kaum noch wahr. Oder wissen Sie, wann der erste Taschenrechner erfunden wurde?

Wenn wir unseren Tagesablauf einmal Revue passieren lassen, entdecken wir plötzlich, wie viele Gadgets und Hilfsmittel, wir täglich nutzen – ohne viel darüber zu wissen. Fangen wir morgens an. Unser Wecker läutet einen neuen (Arbeits-)Tag ein – doch, wann wurde dieser erfunden und von wem? Uhren gab es bereits vor 4000 Jahren: Es waren die alten Ägypter, die mithilfe einer Sonnenuhr den Tag in mehrere Zeiteinheiten gegliedert haben. Die erste Taschenuhr (1) wurde von Peter Henlein 1510 in Deutschland entwickelt.


Nach dem Aufstehen ist erst einmal Körperpflege angesagt: Zähne putzen, Haare föhnen, Rasieren – für all diese Dinge benötigen wir mittlerweile Strom. Dieser ist zwar keine „richtige“ Erfindung des Menschen, schließlich gibt es das Naturphänomen Blitze schon immer, allerdings gelang durch die menschliche Stromerzeugung ein extremer Fortschritt in Sachen Technik. Dem Italiener Alessandro Volta, von dem wir später noch hören werden, gelang es, einen extrem kleinen Umfang an Strom (2) zu erzeugen. Als „Erfinder“ gilt der Deutsche Werner von Siemens, der 1866 das dynamoelektrische Prinzip entdeckte und so den ersten elektrischen Generator entwickelt hatte. Wechselstrom oder Gleichstrom? Diese Frage beflügelte einen Konflikt der beiden Erfinder Thomas A. Edison und George Westinghouse. Da sich Wechselstrom wesentlich leichter umformen bzw. transportieren lässt, hat sich dieser durchgesetzt. Aus unseren Steckdosen kommt also in der Regel Wechselstrom.

Bevor wir uns auf den Weg ins Büro machen, noch schnell eine Tasse Kaffee zum Wachwerden. Das Prinzip, auf dem unsere heutigen Kaffeemaschinen (3) basieren, gab es schon vor ca. 200 Jahren – durch einen trichterförmigen Filter, in dem sich der gemahlene Kaffee befindet, fließt heißes Wasser durch und bereitet so unser „morgendliches Aufputschmittel“ zu. Die erste Filterkaffeemaschine, „Wigomat“ genannt, wurde 1954 patentiert.


Für den Weg ins Büro nehmen die meisten Leute das Auto (4) – revolutioniert wurde unsere Mobilität durch die Erfindung von Carl Benz, der am 03.07.1886 in Mannheim das erste Automobil mit Verbrennungsmotor zum Starten brachte. Wer einen kurzen Arbeitsweg hat, der nimmt auch gerne das Fahrrad (5), um Staus zu entgehen und gleichzeitig etwas für seine Fitness zu tun. Die Erfindung von Karl Freiherr von Drais wurde 1817 noch „Laufmaschine“ genannt. 1870 kam das Hochrad auf den Markt, erforderte aber einiges an Geschick und Schwindelfreiheit. Das Fahrrad, wie wir es heute kennen, nahm ab ca. 1878 Gestalt an. Zeitplangebunden, dafür komfortabler, geht es mit der Bahn in die Arbeit. Kurz nachdem die erste Dampfmaschine entwickelt wurde, setzte sich auch bald die erste Dampflokomotive in Bewegung. Erfinder der Eisenbahn (6) war der Engländer Richard Trevithick 1804.

Endlich am Bürogebäude angekommen – aber leider etwas zu spät. Statt der Treppe nehmen wir heute deshalb lieber den Aufzug (7), um Zeit zu sparen. Aufzüge, die Waren transportierten, waren meist nicht sehr absturzsicher und für die Personenbeförderung zu risikoreich. Der Amerikaner Elisha Graves Otis stellte 1852 die erste Absturzsicherung für Aufzüge her und führte diese 1854 erstmals vor. Für die Rolltreppe (8) wurde übrigens erst ein paar Jahre später, genauer gesagt 1892, von Jesse Reno Patent angemeldet. Er nannte seine Treppe mit Motorenantrieb „geneigter Aufzug“.

An unserem Schreibtisch angekommen, entledigen wir uns erst einmal unserer Jacke – Sommer wie Winter herrscht gleiches, angenehmes Klima. Denn zum Glück gibt es nicht nur eine Zentralheizung (9), sondern auch eine Klimaanlage (10). Ersteres wurde eigentlich gebaut, um exotische Pflanzen in einem Gewächshaus in England vor winterlichen Temperaturen zu schützen. Marten Trifvalds Warmwasser-Zentralheizsystem von 1716 wurde aber erst durch die Pioniere im Heizungsbau, den Brüdern Buderus, 1920 für Mietshäuser als Etagenheizungen eingesetzt. Willis Haviland Carrier entwickelte 1902 in den USA eine elektrische Klimaanlage, die anfangs noch sehr groß war. 1911 aber erstmals in ein Auto eingebaut werden konnte.

Ran an die Arbeit: mit einem Textmarker (11) streichen wir uns die Dinge auf unserer To-do-Liste an, die wir heute erledigen wollen. Erfinder der „Neonfarben“ (Fluoreszenzfarbstoffe, die bei Lichtbestrahlung stark reflektieren) ist Adolf von Baeyer – der Textmarker selbst geht auf den deutschen Unternehmer Günter Schwanhäußer zurück (1971 / „Stabilo Boss“). Um 15:00 Uhr ist ein Meeting mit dem Chef geplant, das dürfen wir nicht vergessen! Schnell ein Post-it an den PC kleben, damit wir den Termin im Auge haben. Die Haftnotizen entstanden eigentlich aus einer Fehlproduktion für Superkleber. Spencer Silver entwickelte 1968 eine Klebemasse, die leider nicht wirklich klebte, sondern sich leicht wieder ablösen ließ. 1974 war es dann sein Arbeitskollege Arthur Fry, der die ablösbare Klebemasse auf kleine Zettel strich, die später unter dem Markennamen „Post-it“ (12) in die ganze Welt exportiert wurden.

Die erste Anfrage eines Kunden kommt via Telefon (13) herein – dessen Erfinder war nicht, wie oft vermutet wird, der US-Amerikaner Thomas Edison, sondern Alexander Graham Bell. Wenngleich dies nur auf rechtlicher Basis korrekt ist. Denn eigentlich wollte der aus Italien stammende Erfinder Antonio Meucci 1871 in New York Patent für sein Telefon anmelden, konnte aber die Gebühren nicht bezahlen und folglich blieb seine Erfindung ungeschützt. Fast zeitgleich mit Meucci baute auch Philipp Reis 1861 ein elektrisches Telefon. Bell holte sich die Unterlagen der beiden ein und meldete 1876 – noch bevor er überhaupt einen funktionstüchtigen Apparat vorweisen konnte – Patent an. Etwas ausgedient hat hingegen das Faxgerät (14) in der Ecke, dessen „Vorfahre“ in den 1950er Jahren durch Rudolf Hell entwickelt wurde (Telebildgerät „Hell-Schreiber“).

Ein Kunde möchte eine Bestellung tätigen, benötigt vorab aber ein offizielles Angebot. Wo früher die Schreibmaschine (15) eingesetzt wurde, dient uns heute der Computer (16). Der frühe Prototyp dafür wurde 1808 vom italienischen Erfinder Pellegrino Turri entwickelt. So, wie wir die Schreibmaschine heute kennengelernt haben, geht sie aber auf Peter Mitterhofer im Jahr 1864 zurück. Die erste mechanische Rechenmaschine mit elektrischem Antrieb („Z1“), wurde 1938 von Konrad Zuse entwickelt. Dieser Rechner mit Lochkartentechnik war jedoch nicht voll funktionsfähig, daher gilt die von Zuse 1941 gebaute „Z3“ als erster funktionsfähiger und programmierbarer Computer. 1975 wurde der erste „portable Computer“, der IBM 5100, vorgestellt. „Tragbar“ war das ca. 25 kg schwere Modell nur bedingt und auch der Preis war mit ungefähr 9.000 US-Dollar extrem gewichtig. 1978 führte der Prozessorhersteller Intel die x86-Architektur ein. Der „8086“, die erste 16-Bit-CPU, löste die 8-Bit-Vorgängermodelle 8080 und 8085 ab.

Die ersten Bildschirme (17), die als Anzeigegeräte genutzt wurden, gab es schon fast 50 Jahre vor dem ersten Computer. Entwickler der „Kathodenstrahlröhre“ war 1897 Karl Ferdinand Braun. Daher wird die Erfindung auch „Braunsche Röhre“ genannt. Ein weiteres Gerät, das uns die Arbeit um ein Wesentliches erleichtert, ist der Taschenrechner (18). 1967 wurde der Prototyp unseres Taschenrechners von Jack Kilby, einem Mitarbeiter der Firma Texas Instruments, fertiggestellt. Die erste E-Mail (19) wurde 1971 von Ray Tomlinson an sich selbst verschickt – er erfand dazu auch die erste E-Mail-Adresse der Welt: „tomlinson@bbntenexa“. Das „World Wide Web“ (20) entstand erst 1989 und war ein Projekt der Forschungseinrichtung CERN in der Schweiz. 1993 setzte sich der Internet-Boom frei, als CERN dies kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte.

Nanu – es ist schon wieder 12:00 Uhr – Zeit für die Mittagspause. Vom Supermarkt um die Ecke holen wir uns schnell ein Fertiggericht. Anstelle von Münzen (welche übrigens wahrscheinlich im 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr. erfunden wurden) nehmen wir unsere Bankkarte (21) – die Geschichte für unser „Plastikgeld“ beginnt im Jahre 1958, als die Bank of America mit der BankAmericard das erste Kreditkartenprogramm vorgestellt hat. Statt lange mit dem Ofen zu hantieren, stellen wir unser Mittagessen in die Mikrowelle (22). Deren Entwicklung geht auf den Amerikaner Percy Spencer im Jahre 1946 zurück. In den 1970ern wurde sie durch einen stark gesunkenen Verkaufspreis und ihrer Praxistauglichkeit populär.

Gestärkt gehen wir nun die zweite Hälfte des Arbeitstages an: Unser Kunde holt die bestellte Ware direkt selbst ab. Das bedeutet für die Kollegen im Warenlager Barcode (23) scannen und den Lieferschein auf Papier (24) drucken. Den Strichcode, der heute auf fast allen Verpackungen zu finden ist, lies sich Norman Joseph Woodland 1952 patentieren. Erste Versuche einen Barcode zu entwickeln begannen bereits 1949 – 1973 kam er in den USA erstmalig zum Einsatz. Unser Papier hingegen existiert schon eine geraume Zeit länger – als Erfinder wird der Chinese Cai Lun im Jahre 105 n. Chr. genannt. Er dokumentierte zu dieser Zeit das Herstellungsverfahren von Papier.

Unser Kunde holt die Bestellung ab. Damit wir ihm ein Duplikat des Lieferscheins mit seiner Unterschrift mitgeben können, fertigen wir schnelle eine Kopie an. Die Gerätschaft dazu, den Fotokopierer (25), erfand Chester Floyd Carlson 1937/38 – der US-amerikanische Physiker und Patentanwalt war sich des mühseligen Abtippens von Dokumenten leid. Den modernen Buchdruck gibt es bereits seit dem 15. Jahrhundert, zugeschrieben wird er Johannes Gutenberg. Der Dreifarbdruck (26) entstand erst 1710 durch Jakob Christoph Le Blon in London.

Kurz vor Feierabend – ein Kollege lädt uns ein, mit einer Gruppe aus dem Kollegenkreis heute in eine Bar zu gehen. Gerne nehmen wir an und lassen uns den Treffpunkt via WhatsApp schicken. Da wir heute so gut wie immer auf Social-Media-Kanälen miteinander vernetzt sind, ist das Senden von Daten via Bluetooth (27) oft überflüssig geworden. Entwickelt wurde die Übertragungsmethode 1997 von der „Bluetooth SIG“ (Bluetooth Special Interest Group), einem Verbund der Firmen Intel, Nokia, Ericsson, IBM und Toshiba. Auch SMS (28) werden heutzutage immer seltener verschickt – die erste „Short Message“ wurde am 03.12.1992 vom Vodafone Mitarbeiter Neil Papworth verfasst und enthielt den Text „Merry Christmas“. Das ursprüngliche Konzept stammte von einem Mitarbeiter der Deutschen Bundespost, Friedhelm Hillebrand, von 1984.

Als erstes Smartphone gilt übrigens der „IBM Simon Personal Communicator“, das erste iPhone erblickt am 09.01.2007 das Licht der Welt – die Erfindung des Handys (29) dauerte ungefähr 10 Jahre: 1973 begann Martin Cooper bei Motorola mit der Entwicklung des Handys, 1983 war das DynaTAC 8000X schließlich erfunden. Als wir den Standort anzeigen lassen wollen, passiert es: „Warnung: 3 % Akku verbleibend“ – oh je, immer genau, wenn man es nicht braucht. 222 Jahre Entwicklung und doch viele User, denen die „Haltbarkeit“ ihres Akkus oder der Batterien in Geräte meist viel zu kurz erscheint. Die erste funktionierende Batterie (30) wurde nämlich bereits 1800 vom Italiener Alessandro Volta erfunden. Ihm zu Ehren wurde die Maßeinheit für elektrische Spannung in „Volt“ benannt.

Fazit: Jeder nutzt sie und ein Leben ohne unsere „Daily Gadgets“ wäre wohl kaum vorstellbar – nun wissen wir auch, welche klugen Köpfe sich unsere kleinen und großen Alltagshelfer ausgedacht haben. Unser Computer ist wohl die Erfindung, die sich in den letzten 20 Jahren leistungstechnisch am schnellsten weiterentwickelt hat und auch weiterentwickeln wird. Es muss aber nicht immer „neuer, besser, schneller“ sein – vor allem, wenn sich die Technik so rasant entwickelt. Unser Tipp: lieber auch auf Nachhaltigkeit setzen und an die Umwelt denken – denn „Green IT“ ist genauso gut wie neu.

Ihr bekommt nicht genug von Technik-Wissen und Hintergrund-Infos zu refurbished Hardware? Dann schaut auch auf unsere anderen Blogbeiträge:

 
Grün, grün, grün ist mein IT-Equipment: Warum gebraucht nachhaltiger ist

Arbeitsplatz 2.0: Daten-GAU im Home-Office?

IT-Ankauf: Ökonomisch und nachhaltig

Social Engineering - wie Kriege auch virtuell stattfinden können

Datum

9. August 2022

Autor

Regina Seisenberger